Das Leben des Kindes ist Spiel:

Hervorgehoben

Friedrich Fröbels Spielpädagogik heute für Kindergarten, Schule und Familie Gebundene Ausgabe in 2 Bänden von Matthias Brodbeck

Einführende Worte zum Buch

Kaum ein anderer Pädagoge wurde und wird mit frühkindlicher Bildung und Erziehung so stark in Zusammenhang gebracht, wie Friedrich Wilhelm August Fröbel. Das verwundert nicht, war er es doch, der mit der Gründung des ersten Kindergartens deutlich machte, dass die frühe Kindheit eine sehr bedeutungsvolle Phase der Individualentwicklung ist.

Cover des Buches

Mit dem Fröbelschen Kindergarten und seinen Arbeiten zur Elementarpädagogik wurde der wohl entscheidende Schritt, weg vom „Bewahren“ und hin zu Einrichtungen, welche sich der Erziehung, Bildung und Betreuung widmen, getan. Der Einfluss Fröbelscher Pädagogik setzt sich darüber hinaus im Bereich der schulischen Bildung fort und gibt wesentliche Impulse für die Metapher vom „lebenslangen Lernen“.

Das Buch von Dr. Matthias Brodbeck folgt in diesem Zusammenhang dem ganzheitlichen Ansatz, der Fröbel in seinem theoretischen Herangehen an komplexe pädagogische Prozesse und seinem praktischen Wirken als Pädagoge immer ein zentrales Anliegen war. Es ist diesbezüglich geschichtliche Einordnung, Lehrmaterial und Grundlage für die konzeptionelle Ausgestaltung von Fröbeleinrichtungen gleichermaßen.

In Gesprächen mit Praktikerinnen und Praktikern, insbesondere aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung und Erziehung, wird immer wieder die Frage nach einer fröbelspezifischen und auf die Herausforderung der Gegenwart ausgerichteten Zusatzausbildung aufgeworfen. Diesem Wunsch Rechnung tragend, bietet die Fröbelakademie Deutschland ein modulares Fröbeldiplom in digitaler und analoger Form an, welches das vorliegende (Lehr-) Buch als theoretische Grundlage des Wissenserwerbs nutzt.

Mit der postgradualen Ausbildung soll den Absolventinnen und Absolventen pädagogisch-methodisches Rüstzeug vermittelt werden, um Fröbelsche Pädagogik bewusst in die moderne Bildungs- und Erziehungslandschaft implementieren zu können. Ungezählte Kindergärten in Deutschland und der Welt tragen den Namen „Friedrich Fröbel“. Dem Grundsatz folgend – dort, wo „Fröbel“ im Namen der Einrichtung steckt, muss sich auch Fröbel im Konzept, im Tageslauf, in der Ausstattung und natürlich in der pädagogischen Arbeit wiederfinden – bietet sich auf der Basis des vorliegenden Buches die Möglichkeit, konzeptionelle und qualitative Anforderungen an Fröbelkindergärten zu formulieren und mit entsprechenden, überprüfbaren Kriterien zu untersetzten. Diese Kriterien dienen, zusammengefasst in einer Richtlinie zur Bewertung und Zertifizierung von Fröbelkindergärten, der Fröbelakademie Deutschland dazu, betreffenden Einrichtungen ein dementsprechendes Alleinstellungsmerkmal zu bescheinigen.

Abschließend sei gestattet, dem Buch viele interessierte Leserinnen und Leser zu wünschen. Auf Grund seiner Praxisnähe bietet es nicht nur Pädagoginnen und Pädagogen die Möglichkeit, sich neue Blickwinkel und Fortbildungsmöglichkeiten zu erschließen. Gleichermaßen ist es interessante, animierende und bildende Lektüre für Eltern, um mit den täglichen Herausforderungen, vor die sie durch ihre Kindern in unserer spannenden Gegenwart gestellt werden, besser und zielgerichteter umgehen zu können. Schließlich geht es um nichts Geringeres, als das Erbe eines der bemerkenswertesten Pädagogen der deutschen Geschichte zu bewahren und seine bahnbrechenden Ideen und Erkenntnisse in der heutigen Zeit zu nutzen und weiterzuentwickeln. Normann Kühn Fröbelakademie Deutschland

von Jugendsozialwerk Nordhausen e.V. (Herausgeber), Matthias Brodbeck (Autor) 

Produktinformation

  • Herausgeber: ‎ Druck und Verlag Iffland (13. September 2021)
  • Sprache: ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe: ‎ 520 Seiten
  • ISBN-10: 393935743X
  • ISBN-13: 978-3939357438

Heeres-Munitionsanstalt Ludwigshall Wolkramshausen

Hervorgehoben

Die Gesamtgeschichte des Schachtes „Ludwigshall“ Wolkramshausen mit der Sprengstoffkatastrophe im Jahre 1942 mit 145 Todesopfern

Zum Shop

Vorwort

Am 29. Juli 1942 ereignete sich in der unterirdischen Heeres-Munitionsanstalt Wolkramshausen bei Nordhausen in 660 Meter Tiefe eine Großexplosion, die mindestens 145 dort größtenteils zwangsweise Beschäftigten das Leben gekostet hatte.

Cover der Publikation

In der DDR-Zeit waren darüber nur äußerst spärliche Informationen verfügbar. Zeitzeugen haben nicht berichtet; hätten sie damit doch freiwillig zu erkennen gegeben, dass sie einst in einer geheimen Munitionsfabrik der faschistischen Wehrmacht gearbeitet haben, in der großkalibrige Geschossmunition in großen Mengen hergestellt worden war, die Soldaten und Zivilisten der alliierten Siegermächte den Tod gebracht hatten.

Weiterlesen

Die Bombardierung von Nordhausen Teil I.

Hervorgehoben

Ein Zeitzeugenbericht von Heinz Eiling, Jg 1931

In Nordhausen wurde in diesen Tagen den Luftangriffen auf Nordhausen vor 75 Jahren gedacht, bei denen 8800 Menschen ihr Leben verloren und die Stadt zu 75 Prozent zerstört wurde.

Wie ich den 3. und 4. April 1945 in Nordhausen erlebte!

Wenn ich heute, 75 Jahre nach den schweren Bombentagen auf Nordhausen meine eigenen Erlebnisse noch niederschreibe, dann in der Absicht, der Nachwelt die Erinnerung an dieses Inferno zu erhalten und zu mahnen, dass sich so etwas nicht wiederholt.

Ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich als 13 jähriger Junge am 3. April von der Firma Tennecker & Sommer in der Langen Straße im Handwagen einen Sack Kohlen holte und gegen 16 Uhr der erste Bombenangriff begann. Bereits auf dem Frauenberg angelangt, musste ich in einem Haus Schutz suchen, als in der Neustadtstraße und anderen Stellen Bomben detonierten. Nach dem Angriff eilte ich nach Hause zum Petersberg, sah nach meiner Mutter, die mich umarmte und sich freute, das mir nichts passiert war.

Weiterlesen

Schütze Arsch im letzten Glied

Hervorgehoben

Schütze Arsch im letzten Glied. Ein ungeschminkter Erlebnisbericht eines 17jährigen Soldaten im II. Weltkrieg
Kaserne-Krieg-Russische Kriegsgefangenschaft 1943-1945 von Werner König.

Auch 75 Jahre nach den Ereignissen ist die Nachfrage ungebrochen. Der Autor wurde nach seiner Lehre zur Wehrmacht einberufen. Er beschreibt eindringlich seine Erlebnisse, das Finden neuer Freunde und das Verlieren von Kameraden. Seine Flucht vor den Russen, die Verwundung und Überführung in ein Lazarett. Seine Verwundung und sein junges Alter führten vermutlich dazu, dass Werner König eine lange Gefangenschaft erspart blieb.

Gut drei Jahre dauerte die Drucklegung, nicht die Überarbeitung, vielmehr die kurzen Nächte des Autors waren es, die ihm nach über 60 Jahren immer wieder Details einfielen ließen. Er hat sein Leben lang nicht viel darüber gesprochen, aber er wollte seine Erlebnisse niederschreiben und zur Mahnung wissen, damit nie wieder „Kinder“ in den Krieg geschickt und somit zum „Schütze Arsch im letzten Glied“ werden.
Das Buch ist hier im Shop erhältlich